Pierre Intering

Jahrgang 1961, verheiratet, 2 Kinder

Beruf: Grafik-Designer, Schriftsteller 

leidenschaftliches Hobby: Gitarre

 

Ehem. Mitglied bei div. Gospel-Chören und in einem Gospelquartett (Tenor/Barritone), div. öffentl. Auftritte, Konzerte, Studioaufnahmen, Langjährige Leitung eines Kinderchores, Auftritte, Konzerte und Studioaufnahme

 

Aktuelle musikalische Schwerpunkte:

Akustische Gitarre – Fingerpicking – Slack-Key Guitar

Arrangements alter Gospelsongs in Open- und div. anderen Gitarren-Tunings

Solo-Konzerte und Kurzauftritte bei diversen Veranstaltungen wie Feste, Vorträge, Seminare, Gottesdienste, Beerdigungen u.a.

 

Die erste Gitarren-CD - Von Sehnsüchten

Gitarren-Instrumental - Hawaiin- und Gospelsongs, arrrangiert für Fingerpicking / Slack-Key Guitar, div. Gitarrenbegleitungen, Bass, Keyboard, Solo-Instrumente und div. Sounds

 

Kontakt: info@gitarrenklang.com

 

 

 

Biografie - Langversion

 

Vorab

Der Grund, warum ein Laie über seine musikalische Entwicklung schreibt, liegt nicht darin, dass diese so außergewöhnlich ist, sondern darin, dass es andere motivieren soll, der Musik eine wichtigere Rolle in ihrem Leben einzuräumen. Musizieren gehört zu den wertvollsten Beschäftigungen, die viele positive Nebenwirkungen im Leben haben. 

Wer zwar Interesse und ein gewisses Verständnis zur Musik hat, aber sich bisher nicht dazu aufraffen konnte, seine Gaben weiter zu entwickeln, den möchte ich hiermit ermutigen. Gründe, warum zwar viele Anfangs Interesse am Musizieren haben, vielleicht sogar einige Jahre eine Musikschule besuchen, es dann aber doch wieder sein lassen, gibt es viele. Meist scheitert es am Durchhaltevermögen, aber auch daran, dass man nicht weiß wie man vorgehen soll und wie man motiviert bleibt. Ein Weg der Motivation für mich war, andere zu beobachten und mir dabei  ähnliche Ziele zu stecken und eine eigene Identität zu finden. Dabei ist besonders der Beweggrund entscheidend, z.B. anderen Freude zu bereiten und nicht einfach nur sich selbst zu unterhalten, sein Können zu präsentieren oder oder sich selbst zu verwirklichen. Das kann sehr schnell langweilig werden, und man macht sich von seiner Lust und Laune abhängig. 

An alle Jüngeren sei gesagt: Je früher du damit anfängst, desto besser. Wenn es die Zeit zulässt, entsteht auf dieser Homepage eine kleine Ecke mit Tipps und persönlichen Erfahrungen. 

Ich bin kein Musikprofi, kein Künstler und schon gar kein Preisträger in irgendeiner Kategorie. Als Amateurmusiker liebe ich aber Klänge und versuche mit einer gewissen Gabe etwas von der Freude an der Musik weiterzugeben - und das auf eine leicht verständliche Art. Dabei wühle ich in alten Musikschätzen, die es wirklich wert sind, neu entdeckt oder neu interpretiert zu werden. Es sind besonders Gospels und Spirituals, die es mir angetan haben. Auch wenn man die oftmals beeindruckenden Geschichten dahinter nicht kennt, vermittelt die Musik doch etwas von der Botschaft, die diese Lieder enthalten. Sie haben für mich eine große Bedeutung.

 

Der Anfang

An unserer Wand im Wohnzimmer hing die uralte Jazzgitarre meines Vaters. Warum sie nicht verstaubt war hing weniger an der Spielleidenschaft meines Vaters, sondern mehr an dem wöchentlichen Putzritual meiner Mutter. Erst als Teenager versuchte ich der schon ziemlich stumpf klingenden Gitarre halbherzig ein paar Klänge zu entlocken. Diese Versuche waren jedoch recht schmerzhaft. Die dünnen Stahlsaiten nahmen mir jegliche Freude, mich weiter mit diesem Instrument auseinanderzusetzen. Klavier war mein Traum. Es blieb aber ein Traum. Wir konnten uns keinen Klavierlehrer und schon gar kein Klavier leisten. Also blieb meine Hoffnung, doch noch eines Tages Gitarre zu lernen. Ich bemühte mich aber nicht wirklich darum. 

Erst mit 17 war es soweit. Ich kaufte eine Konzertgitarre, die mit ihren  Nylonsaiten etwas schonender für die Finger war und fing im Selbststudium an, die Gitarre zu entdecken. Diesmal aber ernsthafter - auch vier/fünf Stunden am Tag kamen dabei vor.

Mit der bald folgenden E-Gitarre gab es die ersten Live-Konzerte in meinem Kellerzimmer, deren Zuhörer aus meinen beiden jüngeren Brüdern und ein paar Freunden aus der Nachbarschaft bestanden. Sie lauschten gebannt meiner eher experimentellen Kunst, bei der das Spielen selbst gar nicht die größte Rolle spielte. Damals erzählte ich noch irgendwelche Geschichten beim Spielen und versuchte mit der Gitarre für eine interessante Stimmung zu sorgen. Das gelang gar nicht so schlecht. Viel später setzte ich diese Tradition fort, und brachte meine ältere Tochter Nadine durch rührselige, von Gitarrenklängen untermalte Geschichten zum Weinen – bis ihre Mutter berechtigterweise die melancholische Stimmung mit ihrem Mitleid „zerstörte“. Die hungrige Ente Dolly, um der es in diesem Lied ging, bekam dann doch schneller Futter als es eigentlich geplant war. 

Zurück zu den Anfängen. Wahrscheinlich gingen mir damals die Geschichten aus und es wurde schließlich mehr laut als schön – so wechselte ich ziemlich bald von der E-Gitarre wieder zur Akustikgitarre. Eine 12-saitige „Morris“ gesellte sich zu der schon vorhandenen Konzertgitarre. Das war 1981. Die Gitarre gibt es heute noch, und ab und zu martere ich mit ihr noch meine Finger.

 

Gesang und Spiel

Die musikalische Laufbahn bezog sich in den nächsten Jahren mehr auf den Gesang und auf eine fast nur noch begleitende Tätigkeit mit der Gitarre. Ich absolvierte eine 2-jährige semiprofessionelle, theologische Ausbildung in der Nähe Heidelberg, in der auch die Musik gefördert wurde.

Höhepunkte als Mitglied eines Gospelquartetts waren eine Plattenaufnahme und eine dreiwöchige, sehr abwechslungsreiche Konzerttournee durch Kenia. Es war eine tolle Zeit in diesem Quartett.

Neben kleineren Einsätzen in diversen Chören und einer weiteren Aufnahme als Familienchor beschränkte sich die gitarristische Laufbahn, nach unserem Umzug von Deutschland in die Steiermark/Österreich, auf die Begleitung meiner singbegeisterten, inzwischen vierköpfigen Familie. 

Ab 1993 leitete ich für etliche Jahre den Kinderchor der Privatschule Herrnberg, mit dem wir etliche Konzerte gaben und auch eine CD produzierten.

  

Die Neuentdeckung

Die Väter werden älter und die Kinder größer. Sie brauchen dann nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit. So entdeckt man auf einmal wieder, wie viel Freude es machen kann, sich etwas mehr mit dem liebgewonnenen, aber doch vernachlässigten Instrument zu beschäftigen. So fanden sich vermehrt Zeitlücken, die für die Entwicklung des Gitarrenspiels verwendet werden konnten. Die Freude am Spiel nur den zufälligen Gelegenheiten zu überlassen, war aber auf Dauer nicht wirklich befriedigend. So wurden Prioritäten gesetzt. Die Gitarre bekam als Soloinstrument wieder einen höheren Stellenwert. Meine Frau und meine beiden inzwischen erwachsenen Töchter unterstützen dabei ihren langsam älter werdenden Vater in seiner Liebe zur Musik. Wenn das eine Art der Midlife-Krise ist, dann sei sie vielen gewünscht.

Die letzten Jahre prägten die Neuentdeckung der verschiedenen Stimmungsmöglichkeiten der Gitarre, und damit verbunden, auch die Art und Weise des Spielens. Dabei entwickelte sich die Open G-Stimmung zum eindeutigen Favoriten. Aber auch Open-D, F-Wahine, Drop C-Tuning und DADGAD gehören zu den Stimmungen, die dem eigenen Ohr (und hoffentlich auch den Zuhörern) angenehme Abwechslungen schenken, so dass keine Langeweile aufkommt. Verlangt doch jede Stimmung eine etwas andere Spielweise.

 

Instrumental-Gitarren CDs

Die beiden Instrumental-CDs entstanden im eigenen kleinen Studio als Eigenproduktion. „Von Sehnsüchten“ und "Mehr als Melodien" haben eine Doppelbedeutung und bestehen aus selbst arrangierten Gospeln, die ich für die  Slack-Key-Gitarre arrangiert habe, wobei die Sehnsucht nach Harmonie auch auf diese Kompositionen gelegt wurde. Etliche Klänge erinnern nicht zufällig an die harmonische Art traditioneller Musik aus Hawaii. Viele Spieltechniken haben ihren Ursprung aus den hörenswerten Klängen der hawaiianischen Gitarrenmusik. Diese Musik hat es mir angetan und ich versuche sie mit einer eigenen Spielweise zu kombinieren.

 

Schlussbemerkung

Mit dieser Musik möchte ich andere ermutigen, selbst ein Instrument zu spielen oder ganz bewusst zuzuhören und nach Harmonien zu suchen (letzteres natürlich nicht nur in der Musik ;-). Es lohnt sich, macht manches erträglicher und viel Schönes noch schöner. Aufmerksame Ohren und leuchtende Augen gehören noch immer zu den schönsten Geschenken, die man geben und auch bekommen kann. Vor allem klingt für mich in der Musik die Sehnsucht nach einer noch zukünftigen Welt in der es kein Leid und keine Tränen mehr gibt. Ich „oute“ mich als Christ, der an das Versprechen Jesu über diese neue Welt glaubt. Um die jetzige alte ein wenig schöner zu machen, bleibt uns unter anderem die Gabe der Musik. Ich möchte sie nützen.